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Bíró Mihály

Bíró Mihály

Mihály Bíró
30. November 1886 Budapest - 1948.
Studium:
Technik: Öl / Leinwand.
Abmessung ohne Rahmen: 46cm * 38cm.
Abmessung mit Rahmen: 57cm * 49cm.
Signiert.
Datiert: 1919.
Titel: Ungarisches Mädchen.
Rahmung: Rahmenleiste.

Biró (1886 – 1948) war zwar kein geborener Wiener, hat aber hier von 1919 – 1928 und 1932 – 1934 gelebt, gearbeitet und sich in der Stadt engagiert. Kompromisslos. Nur dafür gearbeitet, was ihm wichtig und vertretbar war. Für andere Themen oder Inhalte arbeiten wollte er nicht.

Biró war Grafiker, sein Markenzeichen der starke rote Mann (im Bild oben) – Vorbild ein Ringer in seinem Bekanntenkreis. Für die ungarische Sozialdemokratie kreiert Biró dieses Sujet und nutzt es ab 1910. Kraftvolle Plakate für Gerechtigkeit und Fortschritt entstehen. Mit der Machtergreifung der Horthy-Diktatur muss er fliehen und kommt nach Wien. Die Verbrechen unter der Diktatur prangert er hier mit 20 Farblithografien in einer Mappe (Horthy-Mappe, 1920) an. Mit Leib und Seele Ungar kann Mihály Biró diese Verbrechen nicht ertragen. Obwohl er sich damit – zusätzlich zu seinem bisherigen politischen Engagement – jeden Weg zurück nach Ungarn verbaut. Ungarn ist quasi sein Herz und es trifft ihn hart, dort nicht mehr hinzukönnen. Kompromisse deswegen? Nein.

Er engagiert sich sofort für die österreichischen Sozialdemokraten im Nationalratswahlkampf 1920 mit polarisierenden grafischen Plakaten – klarem Bekenntnis und Kunst in einem, wie man sie in heutigen Wahlkämpfen nicht mehr zu sehen bekommt.

Wunderbare innovative Werbeplakate für die Wiener Messe, Filme und diverse Produkte entstehen in dieser Zeit, siehe Beispiel unten: mit Schriftkunst, Humor und Liebe zu Wien. 1928 verlässt er Wien und geht nach Berlin, in der Hoffnung im brodelnden Kultur- und Filmbetrieb Aufträge zu finden, die ihm entsprechen. Doch vor dem Nationalsozialismus muss er fliehen, kehrt zurück nach Österreich, muss auch hier fliehen. Kommt über die Tschechoslowakei nach Paris, könnte nach Amerika, will aber Ungarn nicht für immer aufgeben. Arm, krank, körperlich verfallen überlebt er den 2. Weltkrieg in einem Hospital in Paris. Und sein Traum erfüllt sich, er kann – seinen Idealen treu – nach Ungarn zurück. Auch wenn er kurze Zeit später stirbt – „sein“ Ungarn hatte ihn wiederaufgenommen.

Sicher gibt es viel mehr kompromisslose eingeborene Wiener. Doch die Begegnung mit Biró im MAK hat ihn zu meinem kompromisslosen Wiener gemacht. Er wird mich ab und an daran erinnern zu prüfen, ob ein Kompromiss wirklich sein muss.



Budapesten, Berlinben, Párizsban és Londonban végezte tanulmányait. 1910-ben a The Studio plakátpályázatán első díjat nyert. Hazatérve szociális irányú plakátjaival tűnt fel, melyek között a legismertebb a Népszava kalapácsos munkása. 1912–1913-ban a Művészházban, 1917-ben az Ernst Múzeumban rendezett kiállítást. Később Bécsbe költözött, ahol számos olyan grafikát készített, mellyel felhívta a világ figyelmét. A náci terjeszkedés elől Amerikába költözött, ahonnan a második világháború után súlyos betegen tért haza.


Objekt-Nr. 1860
Preis: Euro
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