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Crodel Paul Eduard

Crodel Paul Eduard

Paul Eduard Crodel
07. September 1862 in Cottbus - 28. Juli 1928 in Dietramszell.
Studium: Akademie in Karlsruhe bei Hermann Baisch
Technik: Öl / Leinwand
Abmessung ohne Rahmen: 68cm * 87cm.
Abmessung mit Rahmen: 84cm * 101cm.
Signiert:
Datiert: 1916.
Bildtitel: Kaiser-Max-Straße in Kaufbeuren.
Rahmung: Rahmenleiste aus der Zeit.


Paul Eduard Crodel studierte erst von 1882 bis 1885 an der Großherzoglichen Kunstschule bei Woldemar Friedrich und Theodor Hagen und anschließend drei Jahre an der Akademie in Karlsruhe bei Hermann Baisch. 1888 zog er nach München, dort stellte er ab 1890 regelmäßig im Glaspalast aus und war 1892 Mitbegründer der Münchner Sezession.

Als Freilichtmaler erkundete er erst die nördlichen Vororte von München: Als Bernhard Buttersack sich in Haimhausen an der Amper, in der reiz-vollen, intimen, noch nicht allzulang auf ihre malerischen Möglichkeiten hin „entdeckten“ Landschaft im Norden Münchens, sein Haus errichtet und seinen Hausstand gegründet hatte, tat er dort eine Art von Privatakademie im Sinne der einstigen Lierschule auf. Künstler wie Christian Landenberger, Otto Ubbelohde, Paul Crodel, Wilhelm Ludwig Lehmann[1] wurden seine Schüler und zeugen durch ihre Werke für ihn: überall spürt man, wenn auch zeitlich modifiziert, in der Entwicklung weitergediehen und in Neuland vordringend, den Hauch der Lier-Tradition als der Kunst intimer Landschaftsschilderung, liebevollen Erfassens und Umhegens des Nahen und Kleinen, das durch das Medium der Kunst ins Bedeutende und Belangreiche gesteigert wird. Anschließend erkundete er die Alpen, ua. die Gegend von Isny. Den Winter 1907–1908 verbrachte er in der Schweiz.

Zufällig wirkende Bildausschnitte und eine gedämpfte Farbgebung gelten als typisch für Crodel. Er wählte einen breitflächigen pastosen Farbauftrag.

1909 wurde er in die Kommission der Biennale in Venedig gerufen, stellte dort selbst 1909 und 1910 aus. 1911 gehörte Paul Eduard Crodel zu der Jury der Sommerausstellung der Münchener Secession.

Paul Eduard Crodel war Mitglied im Deutschen Künstlerbund, nachdem er bereits auf der ersten Gemeinschaftsausstellung mit den Münchner Sezessionisten 1904 im Kgl. Kunstausstellungsgebäude am Königsplatz mit dem Gemälde Sommertag (Hessen) teilgenommen hatte.


Objekt-Nr. 2246
Preis: Euro
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