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Degner Arthur

Degner Arthur

Arthur Degner
02.03.1887 Gumbinnen / Ostpr. - 07.03.1972 Berlin.
Studium: Kunstakademie Königsberg
Technik: Pastell / Papier
Sichtbarer Blattausschnitt: 20,5cm * 14,5cm.
Abmessung mit Rahmen: 46cm * 36cm.
Signiert
Bildtitel: Akt
Rahmung: Rahmenleiste


Der als Beamtensohn aus alter Salzburger Auswandererfamilie in Gumbinnen Geborene kam früh nach Tilsit, das er als seine prägende Heimat ansah und von 1906 bis 1909 an die Kunstakademie Königsberg. Ludwig Dettmann war sein wichtigster Lehrer. Max Liebermann, der ihn früh förderte, und der Landsmann Lovis Corinth, mit dem ihn viel Gesinnungsgemeinschaft und schließlich Freundschaft verband, der ihn porträtierte und den er porträtierte, waren ihm neben manchem Meister der École de Paris künstlerische Vorbilder. Corinth erklärte ihm, als er begehrte, in Berlin sein Schüler zu werden: „Unterricht kann ich Ihnen nicht geben, was soll ich Ihnen noch zeigen, es ist ja schon alles da. Aber ich will gerne dafür sorgen, daß Sie in der Sezession ausstellen können.“ Von 1920 bis 1925 war Degner Professor und Leiter einer Malklasse an der Staatlichen Kunstakademie Königsberg, ein fortschrittlicher Lehrer, Hecht im konservativen Karpfenteich. Aus Königsberg ging er nach Berlin. Für sein Ansehen und seine Stellung in der Berliner Kunstszene spricht, daß er nach seiner Mitgliedschaft in der Berliner Sezession ab 1911 bereits 1913 Vorstandsmitglied der neugegründeten Freien Sezession, 1919 Vorstandsmitglied, von 1931 bis 1933 Vorstand der Berliner Sezession wurde. Er wurde 1940 als dem Regime nicht genehmer und unbequemer Mann dienstverpflichtet und Aushilfslehrer an der Kaiser-Wilhelm-Oberschule in Neukölln, schließlich ab Anfang 1944 an der Hermann-Stehr-Aufbauschule in Habelschwerdt. In dieser Zeit hat er eine Reihe von schlesischen Landschaften, vornehmlich aus dem Eulengebirge geschaffen, die neben denen aus seiner ostpreußischen Heimat zu den bewegendsten seines Lebenswerks gehören. Den Schluß des Krieges erlebte er als zum Schanzen eingezogener Arbeiter an der Ostfront und als Volkssturmmann.

Flucht und Vertreibung fanden Niederschlag in einer Reihe engagierter und erregender Bilder und Blätter. Bereits am 1. November 1945 wurde Degner als Professor an die Hochschule für Bildende Kunst Berlin berufen.


Objekt-Nr. 1818
Preis: Euro
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