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Gröber Hermann

Gröber Hermann

Hermann Gröber
17.Juli 1865 in Wartenberg - 24.Juni 1935 in Gstadt am Chiemsee.
Studium: 1883 - 1886 Nikolaus Gysis und Ludwig von Löfftz.
Technik: Öl / Karton
Format: 41cm * 31cm
Signiert
Bildtitel: Mädchen beim Stricken.
Rahmung: Rahmenleiste


Von 1883 - 1886 studierte er in München bei Wilhelm von Lindenschmit d. J., Nikolaus Gysis und Ludwig von Löfftz. Ausgedehnte Studienreisen nach Holland, Oberitalien und Paris brachten den jungen Maler auch mit den europäischen impressionistischen Kunstrichtungen in Verbindung, blieben aber ohne direkten Einfluss. Seine Bilder sind „nachimpressionistisch“ und behandeln bayerische Themen.

Gleichzeitig war er als zeichnerischer Mitarbeiter der satirischen Wochenzeitschriften "Simplicissimus" und der Münchner "Die Jugend" tätig.

Als selbständig schaffender Maler hatte Groeber bald Erfolg. Nach der Berufung von Ludwig Schmid-Reutte nach Karlsruhe übernahm er dessen Aktklasse, die sich bald eines sehr regen Zuspruchs erfreute. 1907 wurde er Leiter der Aktklasse an der Münchener Akademie und ebendort 1911 zum ordentlichen Professor ernannt.

1911 erhielt er in der Ausstellung im Münchner Glaspalast die Goldene Medaille.

Groeber war mit seinen Ölbildern, aber auch als Zeichner auf allen Gebieten der Malerei (Landschaft, Figur, Porträt) anerkannt. In seinem Bild „Die Malschüler“ stellte er erstmals 11 Personen zu einem Gruppenbild vereinigt dar, woraus später weitere Auftragsarbeiten, wie z.B. „I.G. Farben“ und „Michelkonzern“ erwuchsen.

Es bedeutete eine große Anerkennung seines Könnens und Werks, als er 1926 den Auftrag erhielt, den Verwaltungsrat der neu gegründeten I.G. Farben, damals der größte europäische und zugleich größte chemische Konzern der Welt, in einem Gruppenbild zu porträtieren. Bei den 12 prominenten Mitgliedern handelte es sich um die Spitze der deutschen Wirtschaft: Carl Duisberg, Vorsitzender (Bayer), Vorstandsvorsitzender (BASF), Walther vom Rath (Hoechst), Theodor Plieninger (Elektron), Ernst von Simson (Agfa), Carl und Arthur von Weinberg (Cassella), Wilhelm Ferdinand Kalle (Kalle), Carl Müller (BASF), Edmund ter Meer (Weiler-ter Meer), Adolf Haeuser (Hoechst) und Franz Oppenheim (Agfa). Das Bild wurde 1927 im Münchner Glaspalast erstmals ausgestellt und wurde anerkennend aufgenommen.

Groebers geistige Nähe zum Nationalsozialismus manifestierte sich 1928, als er offiziell Förderer der neu gegründeten völkisch gesinnten, antisemitischen Nationalsozialistischen Gesellschaft für Deutsche Kultur wurde, die später in „Kampfbund für deutsche Kultur“ umbenannt wurde.




Objekt-Nr. 1745
Preis: Euro
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