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Klotz Konrad

Klotz Konrad

Konrad Klotz
26. Oktober 1905 in Bruchmühlbach/Rheinpfalz - 05. Juni 1994 in München.
Technik: Aquarell / Papier.
Abmessung ohne Rahmen: 52cm * 61cm.
Abmessung mit Rahmen: 78cm * 86cm.
Signiert.
Datiert: 61.
Bildtitel: Blick zum Arber.
Rahmung: Rahmenleiste mit Glas.

Konrad Klotz besuchte die humanistischen Gymnasien in Pirmasens und Zweibrücken und studierte anschließend in München Forstwirtschaft. 1932 legte er als Jahrgangsbester die große forstliche Staatsprüfung ab.
Die berufliche Tätigkeit führte ihn zunächst zur Forsteinrichtung in Speyer. Von 1936 bis 1942 war er dann Fostsachverständiger bei der Luftwaffe und Obergutachter in Waldbewertungsfragen beim Reichsverwaltungsgericht. Die damals von ihm entwickelten „Klotzschen Tabellen“ sind heute noch für die Bewertung von Waldbeständen in Gebrauch. 1942 erfolgte der Übergang zum Reichsforstdienst und er wurde Ministerialreferent für Waldbau, Forsteinrichtung und Wegebau im Ministerium des damaligen Protektorats Böhmen und Mähren in Prag. Nach der Flucht aus Böhmen kam Klotz 1945 in den Bayerischen Wald und fand zunächst eine Bleibe in Schachtenbach und Scheuereck. 1949 wurde ihm schließlich die Leitung des Forstamtes Zwiesel-Ost übertragen, dem er bis 1969, zuletzt als Oberforstrat, vorstand. Nach seiner Pensionierung zog er nach München, wo er am 5. Juni 1994 im 89. Lebensjahr verstorben ist.
Durch eine beispielhafte fachliche Tätigkeit in Zwiesel hat Klotz die forstwirtschaftliche Entwicklung der Nachkriegszeit in Bayern und darüber hinaus mitgeprägt und sich bleibende Verdienste erworben. Gemeinsam mit dem Forstbotaniker und Bodenkundler Dr. Georg Priehäußer entwickelte er Programme zur Erhaltung des Bergmischwalds durch Säen und Pflanzen von autochthonen Pflanzgut. Klotz war 1950 Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft. 1959 gab er sein Buch „Waldumbau“ heraus. Unter seiner Leitung war das Zwieseler Forstamt Ausbildungsamt und so konnte er 67 Forstreferendare erfolgreich auf das Staatsexamen vorbereiten.
1955 rief er in Zwiesel die niederbayerischen Waldarbeiterwettkämpfe ins Leben, die im Rahmen des Grenzlandfestes als sogenannte „Holzhauerolympiade“ stattfanden. Seine größte Tat für die Stadt war aber die Einrichtung des 1966 eröffneten Waldmuseums. Klotz war auch der Initiator des 1967 gegründeten Naturparks Bayerischer Wald und anfangs auch dessen Geschäftsführer.
Seine berufliche Tätigkeit wurde 1971 durch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse gewürdigt. Klotz war auch Träger der Karl-Gayer-Medaille des Bundes Naturschutz in Bayern. Die Stadt Zwiesel verlieh ihm am 26. Oktober 1975 für die Aufbauarbeit am Waldmuseum die Ehrenbürgerwürde.
Klotz hat sich aber auch als Maler des Bayerischen Waldes einen Namen gemacht und war 1966 Gründungsmitglied der Künstlergruppe Bayerwaldkreis. Er malte Waldlandschaften, aber auch Blumenstilleben, meist in Aquarell, gelegentlich aber auch als Pastell und Holzschnitt. Seine Werke stellte er anfangs in Straubing und Regensburg und später dann vor allem in München im Haus der Kunst aus. Obwohl er mehreren Künstlervereinigungen angehörte, hat er sich an niemanden angelehnt, sondern konsequent seinen eigenen Stil entwickelt.

Objekt-Nr. 2605
Preis: 500 Euro
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