Pohle Carla
Carla Pohle
16. Februar 1883 in Lehe - 13. Januar 1962 in Gauting.
Studium: Staatliche Kunstschule Berlin / Staatliche Akademie in Kassel / Debschitz-Kunstschule München.
Technik: Aquarell / Papier.
Sichtbarer Blattausschnitt: 37cm * 48,5cm.
Blattgröße: 43cm * 51cm.
Abmessung mit Rahmen: 54cm * 74cm.
Signiert.
Datiert: 46.
Bildtitel: 3 Akte.
Rahmung: Rahmenleiste mit Passepartout.
Pohle wurde 1883 in Lehe (Teil der damaligen Gemeinde Wesermünde) geboren. Ihr Vater Karl war Kapitän und ihre Mutter Clara Lehrerin. Sie hatte zwei Brüder und die Schwester Gretchen, die den italienischen Dirigenten Ernesto La Villa heiratete. Im Jahr 1892 zog sie mit ihrer Familie nach Genua, wo sie ein Kloster besuchte und mit dem Malen begann.
Die Familie kehrte 1897 nach Bremerhaven zurück und Pohle ging für drei Jahre an die Staatliche Kunstschule Berlin. Danach studierte sie ab 1900 für zwei Jahre an der Staatlichen Akademie in Kassel und ging dann 1902 nach München. Dort studierte sie von 1903 bis 1905 an der Debschitz-Kunstschule in München.
In dieser Zeit lernte sie die Künstlerinnen Käthe Kollwitz und Mathilde Rüstow kennen, die sie mehrfach porträtierte. Angeblich war sie auch mit Gabriele Münter, Wassily Kandinsky, und Oskar Kokoschka befreundet. Sie war als Gast an der 1. Ausstellung der Neue Künstlervereinigung München 1909 beteiligt. Außerdem stellte sie 1910 und 1923 in der Galerie Thannhauser in München aus und war 1927 oder 1928 Mitglied in der Münchener Neue Secession.
Während ihrer Zeit in München lebte sie zunächst in der Schönfeldstraße mit einem jüdischen Freund und später in der Kaulbachstraße mit ihrer Freundin Katharina von Sanden.
Zu einem unklaren Zeitpunkt zog Pohle mit von Sanden auf einen Bauernhof in Rimsting am Chiemsee. Im Jahr 1928 unternahm sie eine Reise mit einer Freundin nach Istanbul, wo einige Aquaralle entstanden. Skizzen aus Lesbos und Patras deuten auf eine längere Reise hin.
Zurück in Deutschland zog sie 1929 mit von Sanden nach Feldafing an den Kalvarienberg. Möglicherweise verarmte von Sanden durch die Weltwirtschaftskrise, weshalb die beiden fortan in ärmlichen Verhältnissen lebten. Schließlich zogen sie im Mai 1931 nach Herrsching am Ammersee, wo von Sanden nach ein paar Jahren starb. Zuerst wohnten sie in der ehemaligen Keramikfabrik in der Promenadenstraße (heute Rudolf-Hanauer- / Madeleine-Ruoff-Straße) und später zog sie in den Gemeindeteil Lochschwab (Gachenaustraße 21) um.
Objekt-Nr. 3173
Preis: 2500.- Euro
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