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Steppes Edmund

Steppes Edmund

11. Juli 1873 Burghausen - 09. Dezember 1968 Deggendorf
Studium: Akademie der Bildenden Künste München bei Gabriel Hackl
Technik: Mischtechnik / Karton
Abmessung ohne Rahmen: 30cm * 40cm.
Abmessung mit Rahmen: 46cm * 56cm.
Signiert
Datiert: 1956
Bildtitel: Ein Schwarzwaldklang.
Rahmung: Rahmenleiste

Edmund Steppes war das zweite von fünf Kindern Karl und Eleonore Steppes (geb. Freiin von Schleich). Sein Vater Karl Steppes war königlicher Bezirksgeometer und wurde 1882 nach München versetzt, wo Edmund 1891 mit einem mittleren Bildungsabschluss und dem Zeugnis über die wissenschaftliche Befähigung für den einjährig-freiwilligen Dienst das Realgymnasium verlässt.


Lehr- und Wanderjahre (1891-1901)  
Nach Absolvierung des Realgymnasiums mit dem „Einjährigen“ besuchte er als Vorbereitung auf die Akademie ab 1891 die private Malerschule von Heinrich Knirr in München, die um 1898 unter anderem auch Paul Klee und Oskar Graf besuchten. Im Herbst 1892 beginnt er nach erfolgreicher Aufnahmeprüfung sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste bei Gabriel Hackl. Im Sommer 1893 stellt der junge Künstler erfolgreich im Münchner Kunstverein aus.


bis 1932  
Aus dem Militärdienst wurde er als zu schmächtig vorzeitig entlassen. 1901 stand sein Name bereits in zwei Künstlerlexika. Er gehörte zum Kreis um Emil Lugo. Es folgten Farbexperimente in der Art Heinrich Ludwigs. Die Jahre 1902–1917 überschreibt A. Zoller mit „die Jahre des Ruhmes“. Die Wiederentdeckung Böcklins in dieser Zeit zeigte Edmund Steppes an der Seite von Hans Thoma. Steppes geriet in den Wagner-Umkreis. Auch die Begegnung mit Ernst Haeckel wurde für ihn wesentlich. Nach dem Ersten Weltkrieg unterhielt Steppes regen Kontakt zu Naturaposteln, Völkischen und Deutsch-Nationalen. Ohne selbst gedient zu haben, traf er regelmäßig diese Kreise. Er teilte deren Gedankengut und wandte sich 1923 im Völkischen Beobachter gegen Alfred Rosenberg, der im Expressionismus die wahre deutsche Kunst sah und nicht, wie Steppes, in der Rückwendung zur Vergangenheit. Über Dietrich Eckart fand er früh Zugang zu Hitler und seinem Umkreis. In Briefen an seine Frau äußerte er sich antisemitisch, so auch über seinen Kunsthändler. Als freier Mitarbeiter des Völkischen Beobachters legte er jedoch Wert auf die freie Künstlerpersönlichkeit und ließ sich nicht völlig in die "Bewegung" einbinden.


1932–1945  
Bereits im Januar 1932 trat er in die NSDAP ein. Neben seiner völkischen Grundrichtung dürfte seine schlechte wirtschaftliche Situation ein Grund gewesen sein. Auf der Biennale in Venedig stellte er neben Barlach und Franz Radziwill aus. 1937 kaufte Adolf Hitler für 10.000 RM das Bild: "Jurabach im Frühlingsschmuck", was für Steppes der Durchbruch war. Trotz vieler Ausstellungen und guter Verkäufe seiner Bilder wurde Steppes von einzelnen Nationalsozialisten zum Beispiel als "zu blutleer" kritisiert. Am 7. Januar 1945 wurde sein Atelier ausgebombt. Die Stellung von Steppes im Nationalsozialismus war widersprüchlich, seine märchenhaften, surrealen Bilder passten nicht zur NS-Ideologie. Er geriet früh in die Flügelkämpfe und wurde fast mehr geschmäht als offiziell gelobt.


1945–1968  
Schon vor dem Krieg gab es enge Beziehungen zu Tuttlingen, so zog die Familie hier zu Freunden. Der fortan Ausgegrenzte blieb nur im Freundeskreis bekannt, verbittert darüber, konnte er doch ebensoviele Schmähungen durch Nationalsozialisten vorweisen, wie andere ihm Ehrungen vorwarfen.

Objekt-Nr. 1842
Preis: Euro
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Steppes Edmund

11. Juli 1873 Burghausen - 1968 Deggendorf
Studium: Akademie der Bildenden Künste München bei Gabriel Hackl
Technik: Öl / Karton
Format: 20cm * 30cm.
signiert
datiert: 1935
Bildtitel: Meerlandschaft
Rahmung: handgefertigter Rahmen


Objekt-Nr. 873
Preis: Euro
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