Startseite Künstlerindex GemäldeAquarelleGrafik - Collage - Mischt.BronzenGlasKeramik / MarmorPorzellanVaria Kontakt Impressum / AGB


 

Zingerl Guido

Zingerl Guido

Guido Zingerl
19. Januar 1933 in Regensburg.
Technik: Collage / Kunstharz / Karton.
Abmessung ohne Rahmen: 48cm * 62cm.
Abmessung mit Rahmen: 50cm * 64cm.
Signiert.
Bildtitel: An einem schönen Sommertag.
Rahmung: Rahmenleiste.

Geboren wurde Heinrich Scholz am 19. Januar 1933 in Regensburg. Künstlerkarriere machte er aber unter dem Namen Guido Zingerl – entlehnt von einem Tiroler Rebellen und Freiheitskämpfer. Urig und kantig tritt der streitbare Künstler mit dem Vollbart gerne auf. 1969 bekam er den Regensburger Kulturförderpreis – damals muss es in der Stadt eine liberale Phase gegeben haben. Denn 25 Jahre später gab es in Regensburg einen argen Eiertanz, als es darum ging, den Gemäldezyklus „Aufzeichnungen eines Donauschülers“ anzukaufen. Erst als ein Freundeskreis einen beträchtlichen Betrag beisteuerte, kamen die 20 Bilder in den Besitz der Stadt.

Doch nun der Skandal: Diese Bilder wurden nur kurze Zeit in den Räumen der Tourist-Information im Alten Rathaus gezeigt. Dann landeten sie im Depot im „Leeren Beutel“. Ist Zingerls Lektion in Sachen Regensburger Geschichte zu unbequem? Schließlich erfährt man in den Bildern vom Schicksal der Lehrerin Elly Maldaque, die um 1930 zum tragischen Opfer einer „Kommunistenjagd“ wurde. Oder man wird erinnert an den Krüppel und Nazi-Gegner Josef Haas, der 1944 im Konzentrationslager Flossenbürg ermordet wurde. Und auf Walter Zauner wird man aufmerksam gemacht, der noch zu Adenauer-Zeiten ins Gefängnis musste, weil er als Pazifist die Sprengkammern einer Donaubrücke zugemauert hatte.

Zingerls Arbeiten auf Papier sind meist rein schwarz-weiß, die Acrylgemälde malt er auf Holzplatten. In seinen meisten Werken dominieren politisch-satirische Aussagen zur Zeitgeschichte, aber es gibt auch viele einfühlsame farbige Landschaftsbilder. Seine Werke „erregen Ärgernis genauso wie seine Kampagnen gegen die wohlhabenden Privatisierer, Globalisierer und die mehr oder minder gottgesandten Repräsentanten öffentlicher Ämter in Bayern. Dafür wurde und wird Zingerl gleichermaßen beschimpft und hochgelobt.“ Zu mehreren Ausstellungen gibt es farbige Kataloge.

Objekt-Nr. 1370
Preis: Euro
  Bild vergrößern