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Kubin Alfred

Alfred Kubin
10. April 1877 in Leitmeritz - 20. August 1959 in Zwickledt.
Studium: Königliche Akademie für das Fach Malerei bei Nikolaus Gysis.
Technik: Rohrfederzeichnung / Papier.
Sichtbarer Blattausschnitt: 26cm * 39cm.
Abmessung mit Rahmen: 57cm * 69cm.
Signiert.
Bildtitel: 2 Panther.
Rahmung: Handgefertigter Weißgoldrahmen.

Ausgestellt in den "Städtischen Sammlungen Schweinfurt".

Kubin besuchte ab 1887 ein Gymnasium in Salzburg, ab 1892 ging er in Klagenfurt bei einem Photographen in die Lehre. Ab 1898 lebte er in München, wo er zunächst die private Malschule von Ludwig Schmid-Reutte besuchte. Am 2. Mai 1899 immatrikulierte er sich an der Königlichen Akademie für das Fach Malerei bei Nikolaus Gysis. Dieses Studium brach er bald wieder ab. Nach mehreren Studienreisen im Jahr 1905 wurde er 1906 bei Wernstein am Inn auf dem alten Herrensitz Schloss Zwickledt ansässig. Hier lebte er bis an sein Lebensende: bis 1948 zusammen mit seiner Frau Hedwig, nach deren Tod „in fast völliger Klausur“. Er hatte die begüterte Witwe, eine Schwester des Schriftstellers Oscar A. H. Schmitz, im Februar 1904 im Hause Karl Wolfskehls kennengelernt und bald darauf geheiratet. Sie hatte auch den Erwerb des sogenannten „Schlössls“ ermöglicht. Von 1907 bis 1914 finanzierte Kubin seinem Stiefsohn Otto Gründler den Besuch des reformpädagogischen Landerziehungsheims Freie Schulgemeinde in Wickersdorf bei Saalfeld im Thüringer Wald. Kubin schrieb zahlreiche Briefe, unter anderem korrespondierte er seit 1928 mit Karl Rössing und Hermann Hesse, seit 1931 mit Hans Fronius und seit 1936 mit Otto Coester.
Schloss Zwickledt, Wohnsitz von Alfred und Hedwig Kubin
In Zwickledt entstand auch Kubins phantastischer Roman Die andere Seite, der 1909 mit zahlreichen Illustrationen Kubins erschien. Kubin beschreibt darin eine Welt des Traumes im weitesten Sinne – der Phantasie, der Wunschvorstellungen, der Angstzustände, der Halluzinationen und Weltuntergangsvisionen. Der fiktive Erzähler, wie Kubin Zeichner von Beruf, wird von einem alten Schulfreund in das von diesem geschaffene Traumreich eingeladen, wo er drei Jahre verbringt. Die anfängliche Faszination weicht einem immer stärkeren Grauen, bis die Traumstadt „Perle“ schließlich in einem apokalyptischen Szenario in sich zusammenbricht. Der Erzähler entkommt als einer der wenigen und hält seine Erlebnisse, im Schutze einer Heilanstalt, schriftlich fest.
Ein Briefwechsel und vier Illustrationen legen nahe, dass eine Freundschaft zwischen Kubin und dem über lange Zeit verwechselten Alfred Karl Mayer schon vor 1913 bestand. Es ist zu vermuten, dass Mayer im Laufe der Jahre eine relativ umfangreiche Kubin-Sammlung auf Grund der privaten und geschäftlichen Kontakte anlegte. Weiterführenden Recherchen ist es vorbehalten, herauszufinden, welche Arbeiten Kubins dem ehemaligen Besitz von Mayer zuzuordnen sind.
Ebenfalls 1909 gründete er zusammen mit u. a. Wassily Kandinsky, Alexej von Jawlensky, Adolf Erbslöh, Gabriele Münter, Marianne von Werefkin und Karl Hofer die Neue Künstlervereinigung München (N.K.V.M.). Aus der N.K.V.M. ging 1911 die Redaktion des Blauen Reiters hervor, an deren zweiter Ausstellung, die nur grafische Arbeiten umfassten, er sich 1912 beteiligte. Er illustrierte etwa 60 Bücher, darunter Werke von Dostojewski, Edgar Allan Poe und Elias Canetti, veröffentlichte druckgrafische Mappenwerke (1921 „Am Rande des Lebens“, 1918 „Ein Totentanz“, 1941 „Abenteuer einer Zeichenfeder“, 1943 „Die Planeten“) und hinterließ tausende Federzeichnungen. Kubin gehörte seit 1923 auch zu den Mitgliedern der Innviertler Künstlergilde, der er auch bei deren Neugründung im Jahre 1947 die Treue hielt. In den 1920er Jahren verkehrte er anlässlich literarischer Abende bei dem mit ihm befreundeten Unternehmer, Kunstsammler und Bauhaus-Förderer Otto Bamberger, der auch grafische Werke Kubins erwarb. Seit 1930 war Kubin Mitglied der Preußischen Akademie der Künste in Berlin. 1949 wurde er Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Kubin war zudem Mitglied der Prager Secession.
1931 verfertigte Kubin das Bühnenbild zu Richard Billingers Drama Rauhnacht bei seiner Uraufführung am 10. Oktober 1931 an den Münchner Kammerspielen unter der Regie von Otto Falckenberg. In mehreren grafischen Blättern setzte sich Kubin mit dem literarischen Schaffen Billingers auseinander, Billinger wiederum widmete Kubin mehrere Gedichte. Zwischen 1933 und 1936 hatte er eine intensive Liebesaffäre mit der Arztgattin Emmy Haesele (1894–1987), die unter seinem Einfluss zur Malerin wurde.[9] Spuren dieser Liebesbeziehung finden sich auch in der Lithographiefolge Ali, der Schimmelhengst , der illustrierten Lebensgeschichte eines ungestümen Tatarenpferdes, das vereinsamt endet. Die Anfangsbuchstaben der drei Vornamen Kubins bilden den Namen ALI. Seine Ehefrau zeigte als Künstlergattin zwar Verständnis, litt aber zunehmend unter der Lieblosigkeit ihres Mannes und verlangte eine Entscheidung, die dann zu ihren Gunsten ausfiel.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 63 seiner Werke als „Entartete Kunst“ diffamiert und konfisziert. Trotzdem erhielt er kein Ausstellungsverbot, sondern konnte 1941/42 im NS-Propagandablatt des Generalgouvernements, der Krakauer Zeitung, verschiedene Zeichnungen publizieren.
Kubin starb am 20. August 1959 in Zwickledt und wurde auf dem Friedhof in Wernstein beigesetzt. Die Gestaltung seiner Grabstelle stammt von dem Bildhauer Karl Prantl.
Alfred Kubin war ein Cousin des Kunsthistorikers Otto Kletzl.

Objekt-Nr. 2550
Preis: 6000 Euro
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Szczesny Stefan

Stefan Szczesny
09. April 1951 in München.
Studium: Akademie der Bildenden Künste München.
Technik: Serigraphie / Leinwand.
Abmessung ohne Rahmen: 54cm * 40cm.
Abmessung mit Rahmen: 61cm * 53cm.
Signiert.
Nummeriert: 12 / 50.
Bildtitel: Stillleben.
Rahmung: Rahmenleiste.

Stefan Szczesny wurde in München als Sohn der Dramaturgin Martha Meuffels und des Schriftstellers Gerhard Szczesny geboren. Nach dem Gymnasium besuchte er von 1967 bis 1969 eine private Schule für freie und angewandte Kunst in München bevor er sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste München und sein Gaststudium der Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität München aufnahm. Während seiner Studienzeit arbeitete Stefan Szczesny als freier Kunstkritiker für die Abendzeitung in München.
Szczesny bei der Arbeit
1974 heiratete er Mechthild Moldenhauer. 1975/76 war er als DAAD-Stipendiat in Paris, wo auch Sohn David geboren wird. 1979 kommt Tochter Sarah zur Welt. 1980 folgte ein Gastaufenthalt in der Villa Romana in Florenz, wo er sich intensiv mit der italienischen Renaissance auseinandersetzte. 1981 zog er nach Köln und organisierte die Ausstellung Rundschau Deutschland als Protagonist der „Neuen wilden deutschen Malerei“ in Köln und München. 1982/83 erhielt er den Rom-Preis der Preußischen Akademie der Künste, womit ein Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom verbunden war, wo er sich eingehend mit der römischen Antike befasste. 1987 und 1989 kamen seine Söhne Roman und Aurel zur Welt.
Szczesny Factory
Von 1984 bis 1988 gab Stefan Szczesny die Zeitschrift Malerei•Painting•Peinture heraus. Im Winter 1990 reiste er erstmals in die Karibik, wo er mit der Arbeit an der Jamaica-Serie und den „Streifenbildern“ begann. Für die Inszenierung Dunkles Haus an der Bayrischen Staatsoper übernahm er 1991/92 die künstlerische Gesamtgestaltung. Im selben Jahr übernahm er ebenfalls die künstlerische Ausstattung für die Inszenierung Kabale und Liebe. Gemeinsam mit Elvira Bach reiste er 1993 nach Sizilien, um sich dort an dem Projekt Fiunara d'Arte zu beteiligen. 1994 bezog der Künstler sein Atelier in New York. 1995 folgte das Voltaire Project in Potsdam, das Projekt Lindencorso in Berlin und erste Aufenthalte auf der Insel Mustique. Ein Jahr später gründete er die Szczesny Factory und es erschienen erste Publikationen im angegliederten Verlag.
Zeppelin des Projektes Mainau im Jahr 2007
1998 begann Stefan Szczesny mit dem Kempinski Art Project und arbeitete in Murano an Glassskulpturen. 1999 heiratete er Eva Klein auf Mustique, sie haben zusammen zwei Söhne Felix (geb. 1997) und Anton (geb. 2000). Im Jahr 2000 gestaltete er im Auftrag des WWF die Weltkarte des Lebens für die Weltausstellung Expo 2000. Sein neues Atelier Les Mas des Palmiers in St. Tropez bezog er im Jahr darauf. Es folgte ein Arbeitsaufenthalt in Sevilla mit anschließender Ausstellung.
2002 erschien Szczesny - the Film (Regie Curt Faudon New York) und wurde auf dem internationalen Filmfestival Cannes uraufgeführt. 2003/04 begann er die Arbeit an den Keramikskulpturen für das Projekt Villa Soleil Terre Blanche in Tourettes sowie die Konzeption des Kunstprojekts Le Roc. 2005 eröffnete die Düsseldorfer Galerie Ludorff unter dem Titel Fleures et Fruits eine Einzelausstellung mit dem Künstler. Zudem eröffnete Szczesny 2006 Szczesny Factory Berlin und die Ausstellung Schattenskulpturen in Saint Tropez. 2007 startete, mit zwei Jahren Vorarbeit, das Projekt Insel Mainau: Szczesny 2007: Ein Traum vom irdischen Paradies, bei dem Stefan Szczesny die Bodensee-Insel zum künstlerischen Gesamtkunstwerk umgestaltete. Teil des Kunstwerkes war auch ein Luftschiff des Typs Zeppelin NT, welches mit zwei Frauenakten nach Szczesnys Vorgaben beklebt worden war.
2008 realisierte Stefan Szczesny ein internationales Projekt am Flughafen Stuttgart: Unter dem Titel Ausflug in die Sinnlichkeit. 2009/2010 entstanden 32 große Stahlskulpturen in Miami und wurden im Park des Biltmore Hotels, anlässlich der Art Basel Miami gezeigt. Anschließend werden die Skulpturen während der Art Palm Beach im Convention Center von Palm Beach ausgestellt.
Stefan Szczesny lebt und arbeitet in Saint Tropez (Hauptwohnsitz) und Berlin.

Objekt-Nr. 2549
Preis: 250 Euro
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Beauvoir Hélène de

Hélène de Beauvoir  
06. Juni 1910 in Paris - 05. Juli 2001 in Goxwiller.
Studium: Académie de la Grande Chaumière und
Académie Colarossi.
Technik: Kupferstich / Papier.
Signiert.
Nummeriert: 2 / 30.
Rückseitig Nachlassstempel.
Blattgröße: 38cm * 56cm.
Druckgröße: 23cm * 26cm.
Abmessung mit Rahmen: 55cm * 65cm.
Bildtitel: Ägypten, Pyramide, Tänzerinnen, Gazelle.
Rahmung: Rahmenleiste mit Glas.

Die Malerin Hélène de Beauvoir wurde in Paris, Boulevard du Montparnasse 103, als Tochter von Françoise Brasseur und des Rechtsanwalts Georges de Beauvoir geboren.
Ihre Abiturprüfung in Philosophie legte Beauvoir 1927 ab, danach besuchte sie Abendkurse für Aktzeichnen an den Kunstschulen Académie de la Grande Chaumière und Académie Colarossi. Das Studium des Kupferstichs und der Grafik begann sie an der Kunstschule "Rue de Fleurs" im Jahr 1928. Im selben Jahr lernte sie den französischen Philosophen Jean-Paul Sartre kennen, als sie von ihrer Schwester zu einer Verabredung mit ihm vorgeschickt wurde.
1934 bis 1935 arbeitete sie als Sekretärin an der Galerie Bonjean. 1935 unternahm sie eine Studienreise nach Italien, wo sie Florenz, Rom, Neapel und Capri besuchte. Ihre erste Einzelausstellung eröffnete de Beauvoir im Januar 1936 in der erwähnten Galerie. Bei der Eröffnung kam auch Pablo Picasso und urteilte: „Ihre Malerei gefällt mir. Sie ist sehr eigenständig.“ Im gleichen Jahr arbeitete Hélène für ihre Schwester und Sartre, indem sie Manuskripte der beiden abtippte.
Haus von Hélène in Goxwiller
1940 plante Hélène, für einen Monat nach Portugal zu fahren, doch der Zweite Weltkrieg zwang sie bis 1945 dort zu bleiben. Während dieser Zeit heiratete sie 1942 ihren Freund Lionel de Roulet, einen Schüler Sartres. Er wurde später Diplomat und so zogen die beiden mehrmals um, darunter 1945 nach Wien, 1947 nach Belgrad und 1950 nach Mailand, wo er Leiter des französischen Kulturzentrums wurde. 1963 kauften sie ein ehemaliges Winzerhaus in Goxwiller im Elsass. Auch nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1990 blieb sie dort wohnen. Hélène hatte keine Kinder; ihr Mann Lionel war in der Jugend an einer besonderen Tuberkulose erkrankt, die ihn unfruchtbar machte.
Hélène hatte eine Vielzahl von Ausstellungen in vielen Galerien Europas, z.B. Amsterdam, Kopenhagen, Hamburg, Regensburg, Rom, Lissabon, Florenz, Tokio, Genf, in Mittel und Nordamerika wie New York und Boston. Besonders hervorzuheben ist ihre Beziehung zu dem Galeristen Ludwig Hammer, den sie 1970 auf der Schifffahrt von Yokohama nach Russland kennenlernte. Eine lebenslang anhaltende Freundschaft entstand. "C´est au cours de ce voyage que je rencontrai Ludwig Hammer qui m´organisa différentes expositions à l’étranger. Un ami très cher." S. 248, Souvenirs, Hélène de Beauvoir. Heute befindet sich in der Galerie Hammer in Regensburg ein beachtlicher Teil ihrer mehr als 3000 farbenprächtigen und ausdrucksstarken Werke.
Anfang der 1970er Jahre wurde Hélène in der Frauenbewegung aktiv und half in Straßburg bei der Gründung eines Hauses für misshandelte Frauen.
Hélène hatte es nicht leicht, denn die Schwester Simone wollte immer in ihrer Malerei etwas mitbestimmen. So schreibt Simone in ihrer "Die Geschichte von Hélènes Malerei" über den frühen Malstil ihrer Schwester "jahrelang übte sie, für mich damals zu gewissenhaft, das perfekte Bild zu komponieren." Was Picasso also gefallen hatte, nämlich dass Hélène nicht unkritisch die damals vorherrschende ungegenständliche Malerei übernahm, war Simone nicht recht. Hélène hätte also vorgewarnt sein können, Simone schrieb damals, 1948, kritisch in Briefen an einen Freund, die Hélène im Alter lesen musste. Doch in den 1960er Jahren war es dann endlich mit der skeptischen Haltung vorbei. Simone schrieb in Briefen :" Welch herrliche Bilder! Alle bewundern sie! Du hast deinen Coup gemacht!" (Abgebildet in "Beauvoir peintre") Jean Paul Sartre, sicher für kein Gefälligkeitsgutachten zu haben, schrieb in seinem längeren Text anlässlich einer Ausstellung Hélènes in Brest begeistert : "Ihr Werk vermag zu überzeugen und zu begeistern!"

Objekt-Nr. 2530
Preis: 550 Euro
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Beauvoir Hélène de

Hélène de Beauvoir  
06. Juni 1910 in Paris - 05. Juli 2001 in Goxwiller.
Studium: Académie de la Grande Chaumière und
Académie Colarossi.
Technik: Radierung / Papier.
Signiert.
Nummeriert: Épreuves d'artiste 4/5.
Rückseitig Nachlassstempel.
Blattgröße: 57cm * 38cm.
Druckgröße: 24,5cm * 24,5cm.
Abmessung mit Rahmen: 62cm * 52cm.
Bildtitel: Ägypten, Pyramide, Tänzerinnen, Gazelle.
Rahmung: Rahmenleiste mit Glas.

Die Malerin Hélène de Beauvoir wurde in Paris, Boulevard du Montparnasse 103, als Tochter von Françoise Brasseur und des Rechtsanwalts Georges de Beauvoir geboren.
Ihre Abiturprüfung in Philosophie legte Beauvoir 1927 ab, danach besuchte sie Abendkurse für Aktzeichnen an den Kunstschulen Académie de la Grande Chaumière und Académie Colarossi. Das Studium des Kupferstichs und der Grafik begann sie an der Kunstschule "Rue de Fleurs" im Jahr 1928. Im selben Jahr lernte sie den französischen Philosophen Jean-Paul Sartre kennen, als sie von ihrer Schwester zu einer Verabredung mit ihm vorgeschickt wurde.
1934 bis 1935 arbeitete sie als Sekretärin an der Galerie Bonjean. 1935 unternahm sie eine Studienreise nach Italien, wo sie Florenz, Rom, Neapel und Capri besuchte. Ihre erste Einzelausstellung eröffnete de Beauvoir im Januar 1936 in der erwähnten Galerie. Bei der Eröffnung kam auch Pablo Picasso und urteilte: „Ihre Malerei gefällt mir. Sie ist sehr eigenständig.“ Im gleichen Jahr arbeitete Hélène für ihre Schwester und Sartre, indem sie Manuskripte der beiden abtippte.
Haus von Hélène in Goxwiller
1940 plante Hélène, für einen Monat nach Portugal zu fahren, doch der Zweite Weltkrieg zwang sie bis 1945 dort zu bleiben. Während dieser Zeit heiratete sie 1942 ihren Freund Lionel de Roulet, einen Schüler Sartres. Er wurde später Diplomat und so zogen die beiden mehrmals um, darunter 1945 nach Wien, 1947 nach Belgrad und 1950 nach Mailand, wo er Leiter des französischen Kulturzentrums wurde. 1963 kauften sie ein ehemaliges Winzerhaus in Goxwiller im Elsass. Auch nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1990 blieb sie dort wohnen. Hélène hatte keine Kinder; ihr Mann Lionel war in der Jugend an einer besonderen Tuberkulose erkrankt, die ihn unfruchtbar machte.
Hélène hatte eine Vielzahl von Ausstellungen in vielen Galerien Europas, z.B. Amsterdam, Kopenhagen, Hamburg, Regensburg, Rom, Lissabon, Florenz, Tokio, Genf, in Mittel und Nordamerika wie New York und Boston. Besonders hervorzuheben ist ihre Beziehung zu dem Galeristen Ludwig Hammer, den sie 1970 auf der Schifffahrt von Yokohama nach Russland kennenlernte. Eine lebenslang anhaltende Freundschaft entstand. "C´est au cours de ce voyage que je rencontrai Ludwig Hammer qui m´organisa différentes expositions à l’étranger. Un ami très cher." S. 248, Souvenirs, Hélène de Beauvoir. Heute befindet sich in der Galerie Hammer in Regensburg ein beachtlicher Teil ihrer mehr als 3000 farbenprächtigen und ausdrucksstarken Werke.
Anfang der 1970er Jahre wurde Hélène in der Frauenbewegung aktiv und half in Straßburg bei der Gründung eines Hauses für misshandelte Frauen.
Hélène hatte es nicht leicht, denn die Schwester Simone wollte immer in ihrer Malerei etwas mitbestimmen. So schreibt Simone in ihrer "Die Geschichte von Hélènes Malerei" über den frühen Malstil ihrer Schwester "jahrelang übte sie, für mich damals zu gewissenhaft, das perfekte Bild zu komponieren." Was Picasso also gefallen hatte, nämlich dass Hélène nicht unkritisch die damals vorherrschende ungegenständliche Malerei übernahm, war Simone nicht recht. Hélène hätte also vorgewarnt sein können, Simone schrieb damals, 1948, kritisch in Briefen an einen Freund, die Hélène im Alter lesen musste. Doch in den 1960er Jahren war es dann endlich mit der skeptischen Haltung vorbei. Simone schrieb in Briefen :" Welch herrliche Bilder! Alle bewundern sie! Du hast deinen Coup gemacht!" (Abgebildet in "Beauvoir peintre") Jean Paul Sartre, sicher für kein Gefälligkeitsgutachten zu haben, schrieb in seinem längeren Text anlässlich einer Ausstellung Hélènes in Brest begeistert : "Ihr Werk vermag zu überzeugen und zu begeistern!"

Objekt-Nr. 2500
Preis: 550 Euro
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Köthe Fritz

Fritz Köthe
26. September 1916 in Berlin - 22. Oktober 2005 in Berlin.
Studium: Hochschule für graphische Künste in Leipzig.
Technik: Serigraphie / Papier.
Abmessung ohne Rahmen: 58cm * 45cm.
Abmessung mit Rahmen: 81cm * 61cm.
Signiert.
Nummeriert: 97 / 300.
Bildtitel: Mädchen.
Rahmung: Rahmenleiste mit Glas.

Köthe ging 1931 von der Schule ab und begann eine Ausbildung als Anstreicher. Nach Abschluss der Gesellenprüfung wurde er auf die Höhere Graphische Fachschule Berlin zugelassen. Ab 1936 studierte er an der Hochschule für graphische Künste in Leipzig, wo er wegen seiner Beschäftigung mit „Entarteter Kunst“ jedoch nur schlechte Noten erhielt. 1939 kehrte er nach Berlin zurück und lebt dort von seinem Verdienst an Gebrauchsgraphiken, insbesondere Karikaturen, deren Veröffentlichung in der Zeitschrift Koralle einen Verweis nach sich zogen. Malerisch beschäftigte er sich zu dieser Zeit mit dem Werk von Otto Nagel und Käthe Kollwitz. Es entstehen „dunkle und düstere Blätter und Bilder mit geduckten, deprimierten Menschen“, von denen er eins zu Kriegsbeginn zu einer Propagandaausstellung einreicht. „Nur seiner Jugend wegen“, lässt ihn der Reichsbeauftragte für künstlerische Formgestaltung Hans Herbert Schweitzer wissen, wurden keine Maßnahmen dafür eingeleitet. Bis zum Kriegsende verdingte er sich als Anstreicher bei Großausstellungen, wo er August Wilhelm Dressler kennenlernte. Durch dessen Vermittlung kam Köthe auch ab Herbst 1940 zu einem Atelierplatz in der Ateliergemeinschaft Klosterstraße (Raum Nr. 9). Dressler entwickelte sich zu einem Mentor Köthes, 1945 bezogen sie benachbarte Ateliers in der amerikanischen Besatzungszone in Berlin und nahmen gemeinsam an ersten Ausstellungen teil. Köthe hatte einigen Erfolg im Ostteil der Stadt, zog sich aber aufgrund des Drängens, sich an den offiziellen Sozialistischen Realismus zu halten, in den Westteil zurück. Dort blieben seine realistischen Arbeiten wegen der internationalen Blütezeit der Abstrakten Kunst jedoch erfolglos. Er musste sein Atelier aufgeben und Sozialhilfe beantragen. Er arbeitete daraufhin als Grafiker für diverse Verlage und Werbeagenturen, wobei er sich den Ruf einer Instanz erarbeitete. Mit seinen gemalten Collagen mit Motiven aus der Werbung entwickelte er ab 1960 eine eigene Bildsprache und arbeitete bis zu seinem Tod als freier Künstler.

Objekt-Nr. 2490
Preis: 250 Euro
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Köthe Fritz

Fritz Köthe
26. September 1916 in Berlin - 22. Oktober 2005 in Berlin.
Studium: Hochschule für graphische Künste in Leipzig.
Technik: Serigraphie / Papier.
Abmessung ohne Rahmen: 58cm * 43cm.
Abmessung mit Rahmen: 81cm * 61cm.
Signiert.
Nummeriert: 97 / 300.
Bildtitel: Triumph.
Rahmung: Rahmenleiste mit Glas.

Köthe ging 1931 von der Schule ab und begann eine Ausbildung als Anstreicher. Nach Abschluss der Gesellenprüfung wurde er auf die Höhere Graphische Fachschule Berlin zugelassen. Ab 1936 studierte er an der Hochschule für graphische Künste in Leipzig, wo er wegen seiner Beschäftigung mit „Entarteter Kunst“ jedoch nur schlechte Noten erhielt. 1939 kehrte er nach Berlin zurück und lebt dort von seinem Verdienst an Gebrauchsgraphiken, insbesondere Karikaturen, deren Veröffentlichung in der Zeitschrift Koralle einen Verweis nach sich zogen. Malerisch beschäftigte er sich zu dieser Zeit mit dem Werk von Otto Nagel und Käthe Kollwitz. Es entstehen „dunkle und düstere Blätter und Bilder mit geduckten, deprimierten Menschen“, von denen er eins zu Kriegsbeginn zu einer Propagandaausstellung einreicht. „Nur seiner Jugend wegen“, lässt ihn der Reichsbeauftragte für künstlerische Formgestaltung Hans Herbert Schweitzer wissen, wurden keine Maßnahmen dafür eingeleitet. Bis zum Kriegsende verdingte er sich als Anstreicher bei Großausstellungen, wo er August Wilhelm Dressler kennenlernte. Durch dessen Vermittlung kam Köthe auch ab Herbst 1940 zu einem Atelierplatz in der Ateliergemeinschaft Klosterstraße (Raum Nr. 9). Dressler entwickelte sich zu einem Mentor Köthes, 1945 bezogen sie benachbarte Ateliers in der amerikanischen Besatzungszone in Berlin und nahmen gemeinsam an ersten Ausstellungen teil. Köthe hatte einigen Erfolg im Ostteil der Stadt, zog sich aber aufgrund des Drängens, sich an den offiziellen Sozialistischen Realismus zu halten, in den Westteil zurück. Dort blieben seine realistischen Arbeiten wegen der internationalen Blütezeit der Abstrakten Kunst jedoch erfolglos. Er musste sein Atelier aufgeben und Sozialhilfe beantragen. Er arbeitete daraufhin als Grafiker für diverse Verlage und Werbeagenturen, wobei er sich den Ruf einer Instanz erarbeitete. Mit seinen gemalten Collagen mit Motiven aus der Werbung entwickelte er ab 1960 eine eigene Bildsprache und arbeitete bis zu seinem Tod als freier Künstler.

Objekt-Nr. 2489
Preis: 250 Euro
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Beckmann Babette

Babette Beckmann
1920 Hamburg - 28.Mai 2011 in Düsseldorf.
Studium: Bildende Künste in Hamburg bei Prof. Otto Czeschka (Wiener Werkstätten).
Technik: Pastell / Papier.
Abmessung ohne Rahmen: 48cm * 58cm.
Abmessung mit Rahmen: 56cm * 66cm.
Signiert.
Datiert: 1987.
Bildtitel: Im Modeatelier.
Rahmung: Rahmenleiste mit Glas.

Tochter von Olga Bintz, geb. Crasemann und Dr. jur. Werner Bintz.
Studium an der Hansischen Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Prof. Otto Czeschka (Wiener Werkstätten) und in München an der Akademie für Angewandte Künste bei Prof. Friedrich Heubner (Münchner Sezession).
Verheiratet mit dem Bildhauer Curt Beckmann.
Von 1996 bis 2003 war sie Inhaberin der Galerie Babette Beckmann in Düsseldorf.

Objekt-Nr. 2442
Preis: 400 Euro
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unleserlich signiert

Technik: Tusche / Papier / Karton.
Abmessung ohne Rahmen: 30cm * 23cm.
Abmessung mit Rahmen: 39cm * 32cm.
Signiert.
Datiert: 1969.
Bildtitel: Abstrakte Darstellung.
Rahmung: Rahmenleiste.

Objekt-Nr. 2418
Preis: 250 Euro
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Kokoschka Oskar

Oskar Kokoschka
01. März 1886 in Pöchlarn, Niederösterreich - 22. Februar 1980 in Montreux, Schweiz.
Studium: Kunstgewerbeschule in Wien.
Technik: Lithographie / Papier.
Sichtbare Blattgröße: 53cm * 73cm.
Abmessung mit Rahmen: 85cm * 102cm.
Handsigniert.
Nummeriert: 40 / 150
Bildtitel: Fasan.
Rahmung: Rahmenleiste mit Glas.

Oskar Kokoschka wurde als zweiter Sohn des Handelsreisenden Gustav Josef Kokoschka (1840–1923) und dessen Ehefrau Maria Romana, geb. Loidl (1861–1934), geboren. Die Vorfahren väterlicherseits stammten aus einer Prager Goldschmiedefamilie. 1887 zog die Familie nach Wien um; sein älterer Bruder Gustav starb im selben Jahr. Zwei Jahre später wurde seine Schwester Bertha Theresia geboren (1889–1960), weitere drei Jahre später sein jüngerer Bruder Bohuslav (1892–1976).
Zunächst besuchte Kokoschka die k.k. Staatsrealschule im Wiener Gemeindebezirk Währing. Seine frühesten noch erhaltenen Zeichnungen und Aquarelle stammen aus dieser Zeit. Gegen den Widerspruch der anderen Lehrer wurde Kokoschka von Carl Otto Czeschka in dessen Klasse aufgenommen. Czeschka eröffnete ihm damit die Möglichkeit, Maler zu werden. Daraufhin besuchte er von 1905 bis 1909 die Kunstgewerbeschule in Wien. Eine seiner Mitschülerinnen war Elsa Oeltjen-Kasimir. Kokoschka wurde außerdem durch Werke Vincent van Goghs geprägt. Unter dem Einfluss von Adolf Loos lehnte er bereits den zu jener Zeit noch vorherrschenden Jugendstil ab. Seine frühen expressiven Porträtgemälde fanden durch die Vermittlung von Loos guten Absatz, und vor allem deutsche Museen (darunter das Museum Folkwang) beschlossen, Werke zu erwerben.
Die Nationalsozialisten diffamierten Kokoschka als „Entartetster unter den Entarteten“ und seine Werke als Entartete Kunst, er galt als Hitlers „Kunstfeind Nr. 1“.
1937 wurde der Oskar Kokoschka Bund in Prag gegründet, um dem Nazideutschen Kunst(un)verständnis etwas entgegenzusetzen. Vorsitzende waren Theo Balden, Heinz Werner und Kurt Lade, Kassenwartin Annemarie Balden-Wolff (damals Romahn). Man traf sich alle vierzehn Tage und veranstaltete im Emigrantenheim Stranice Ausstellungen und Künstlerfeste. Neben Ausstellungen von „Entarteter Kunst“ veranstaltete er Ausstellungen von sudeten- und reichsdeutschen Künstlern. Auch eine Ausstellung Freie Deutsche Kunst fand zusammen mit dem Pariser Deutschen Künstler Verein in Paris im Sommer 1938 statt.
1953 gründete Kokoschka zusammen mit Friedrich Welz als Schule des Sehens die Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg auf der Festung Hohensalzburg. Ebenfalls 1953 übersiedelte er in die Schweiz nach Villeneuve am Genfer See. Es folgten eine Vielzahl von Reisen ins europäische und außereuropäische Ausland sowie verschiedene Retrospektiven seines Werkes, unter anderem in der Schweiz, Österreich und Japan.
Oskar Kokoschka beteiligte sich als Mitglied des Deutschen Künstlerbundes von 1952 bis 1955 an den Jahresausstellungen des DKB. Er war Teilnehmer der documenta 1 (1955), der documenta II (1959), und auch der documenta III im Jahr 1964 in Kassel. Im Jahr 1966 gewann er den Wettbewerb um das Auftragsporträt Konrad Adenauers für den Deutschen Bundestag gegen den Mitbewerber Eugen Denzel.
Kokoschka starb am 22. Februar 1980 in Montreux und wurde auf dem Friedhof in Clarens beigesetzt. Nach seinem Tod wurde der Oskar-Kokoschka-Preis für Leistungen auf dem Gebiet der bildenden Kunst ins Leben gerufen.

Oskar KOKOSCHKA (1886-1980)
"Fasan", c.1973
Farblithographie
Ed. 21 / 150
49 x 69 cm
Zuschlagspreis : 2.400 €
Preis inklusive Aufgeld : 3.000 €
Startpreis: 1.200 €
Schätzpreis: 2.400 € - 3.000 €
Dorotheum , 10.11.2015
Linz, Österreich
Kunst - Antiquitäten
Lot-Nr. 36
Abbildung auf Seite 21 des Katalogs
Details
Signiert "Kokoschka" unten rechts

Objekt-Nr. 2385
Preis: 2000 Euro
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Xiaojian Yang

Yang Xiaojian
12. April 1960 in Taiyuan, Shanxi Province.
Studium:
Technik: Tusche / Reispapier.
Abmessung ohne Rahmen: 43cm * 32cm.
Abmessung mit Rahmen: 55cm * 44cm.
Signiert.
Bildtitel: Stuhl.
Rahmung: Rahmenleiste mit Glas.

1960 Am 12. April in Taiyuan, Provinz Shanxi, geboren.

1971 wurde in den Taiyuan-Jugendpalast geschickt, um dort zu tanzen und zu singen.

1972 Eintritt in die Taiyuan Sportschule (PE).

1973 Eintritt in die Mittelschule Nr. 25 in Taiyuan.

1977 Manifestierte ein starkes Interesse an Illustrationen, künstlerischer Kalligraphie und Impressum-Design. Er kopierte häufig künstlerische Kalligraphie und Illustrationen.

1984 lernte Li-Stil von Herrn Yan Jun, einem bekannten Kalligraphen in Shanxi, der mit Ye Qing verheiratet war.

1985 lernte Kai-Stil von einem anderen berühmten Kalligraphen, Mr. Yan Xulin in Shanxi.

1986 nahm er am „National Contest for Pen Calligraphy“ teil und gewann einen zweiten Preis.

1987 erhielt er eine Auszeichnung für sein Streben nach Selbstverbesserung durch unabhängige Studie der Taiyuan Labour Union. Yang schrieb die Gedenktafel für den Shan Nian Tempel in Anshou, Japan. Nahm auch am "National Youth Hard-Tipped Calligraphy Match" teil und gewann den Sonderpreis.

1989 Kündigte seinen Job und wurde dann ein echter Profi: Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, eröffnete er einen 15 Quadratmeter großen Laden namens „Eternal Elegance Hall“. Im selben Jahr gewann er den dritten Preis beim „Shushing Cup für den internationalen Kalligraphie-Wettbewerb“, einen ersten Preis beim „ersten nationalen Kalligraphie-Wettbewerb für die Provinz, Stadt und Gemeinde“ und wurde eingeladen, der Vizepräsident des Unterausschusses von Shanxi zu werden, der Vereinigung der chinesischen Stiftkalligraphisten.

1990 gewann er den "Goldpreis" beim "Tanya Cup International Calligraphy Contest". Yangs Werke und Biografie wurden in das Wörterbuch zeitgenössischer Maler und Kalligraphisten aufgenommen.

1991 gewann er den dritten Platz beim zweiten Turnier des internationalen Kulturaustausches - Kele Cup Calligraphy Contest.

1993 wurden seine Werke in die Sammlung für Internationale und Moderne Kalligraphie und Siegelschnitzerei des 20. Jahrhunderts aufgenommen und mit dem Internationalen Kulturaustausch ausgezeichnet.

1998 Teilnahme an der siebten chinesischen Ausstellung für Kalligraphie und Siegelschnitzerei, die im Nationalen Kunstmuseum Chinas stattfand.

1999 Gründung der Künstlerischen Schule von Yang Xiaojian; er baute sein erstes Atelier Daming Hall. Umzug nach Shanghai.

Im Jahr 2002 änderte sich Yangs Stil zu dem als "ink beast" bekannten Stil.

2005 Gründung des Black-Sight-Studios in der Moganshan M50-Kunstzone.

Objekt-Nr. 2380
Preis: 750 Euro
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Mashinyan Rouben

Rouben Mashinyan
1952 Eriwan / Armenien.
Technik: Lack / Papier.
Darstellungsgröße: 16cm * 26cm.
Abmessung mit Rahmen: 45cm * 58cm.
Signiert.
Datiert: 1999.
Bildtitel: Don Quijote.
Rahmung: Rahmenleiste.

Objekt-Nr. 2361
Preis: 300 Euro
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Bachmann Alf

Alf Bachmann
01. Oktober 1863 in Dirschau bei Danzig - 01. November 1956 in Ambach am Starnberger See.
Studium: Kunstakademie Königsberg bei Max Schmidt.
Technik: Pastell / Papier.
Darstellungsgröße: 8cm * 13cm.
Abmessung mit Rahmen: 16cm * 20cm.
Signiert.
Datiert: 51.
Werknummer: 2481.
Bildtitel: Schiffe.
Rahmung: Rahmenleiste mit Glas.

Bachmann kam als Sohn des Geheimen Regierungsrats Franz Bachmann und der Valerie Cords zur Welt. Er besuchte Gymnasien in Breslau, Münster, Schnepfenthal und Berlin. An der Kunstakademie in Königsberg war er Schüler von Max Schmidt. Studienreisen führten ihn auf die Nordseeinseln, nach Island, auf die Scilly-Inseln, in die Normandie, nach Portugal und nach Teneriffa. Von 1891 an lebte er in München, von 1941 an in Ambach am Starnberger See.

Sein Werk umfasst überwiegend Darstellungen von Küstenlandschaften, aber auch Moor- und Dünenlandschaften. Ab 1887 stellte er regelmäßig im Münchner Glaspalast aus. Seine Werke befinden sich in mehreren öffentlichen Sammlungen.

Er wurde von Otto Erich Hartleben in die "Halkyonische Akademie für unangewandte Wissenschaften" berufen. Bachmann fertigte das letzte Porträt Hartlebens "auf dem Totenbette" (veröffentlicht als Sonderveröffentlichung der Akademie als "Letzter Gruß").

Objekt-Nr. 2360
Preis: 400 Euro
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Hössl Willi

Willi Hössl
Technik: Holzschnitt coloriert / Leinwand.
Abmessung ohne Rahmen: 46cm * 18cm.
Abmessung mit Rahmen: 54cm * 25cm.
Signiert.
Datiert: 1960
Bildtitel: Frau mit Wasserkrug.
Rahmung: Rahmenleiste.

Objekt-Nr. 2356
Preis: 350 Euro
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Stärk Bruno

Bruno Stärk
1894 in Schwaigern/Württemberg - 1979 in Stuttgart.
Studium: Studium an der Akademie bei Hölzel,
Altherr, Spiegel, Kolig.
Technik: Pastell / Papier.
Darstellungsgröße: 10cm * 14cm.
Blattgröße: 11,5cm * 14,3cm.
Abmessung mit Rahmen: 37cm * 27cm.
Signiert.
Datiert: 18. 2. 76.
Werknummer: 5 / 76.
Bildtitel: Stiefmütterchen.
Rahmung: Rahmenleiste mit Glas.

Objekt-Nr. 2306
Preis: 300 Euro
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Pospieszczyk Rudolf

Rudolf Pospieszczyk
01.07.1930 in Dresden - 2003 in Regensburg.
Technik: Tusche / Papier / Karton.
Abmessung ohne Rahmen: 15cm * 10cm.
Abmessung mit Rahmen: 23cm * 19cm.
Signiert.
Datiert: 1991.
Bildtitel: Abstrakte Darstellung.
Rahmung: Rahmenleiste.

1947-50 Ausbildung als Keramiker.
1951 Mitglied der Künstlergruppe „Regenbogen“.
1969-70 Mitglied des „Teams 69“ und „Team 70“.
1977 Gründung der Studio-Galerie.
1980 Mitglied der Esslinger Künstlergilde.
Ab 1996 nahm er immer wieder an der Großen Ostbayerischen Kunstausstellung (GOK) teil. Einzelausstellungen hatte er unter anderem im Regensburger Leeren Beutel (1990), in der Max-Reger-Halle in Weiden i.d.OPf. (1994) und beim Kunstverein Passau in der St. Anna-Kapelle (1997). 2011 fand in Regensburg ihm zu Ehren eine Gedächtnisausstellung statt.

Objekt-Nr. 2249
Preis: 150 Euro
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Höll Werner

Werner Höll
11.09.1898 in Freiburg - 14.04.1984 in Reutlingen.
Studium: Staatliche Akademie Karlsruhe.
Technik: Pastell / Papier.
Abmessung ohne Rahmen: 58cm * 41cm.
Abmessung mit Passepartout: 83cm * 61cm.
Signiert.
Bildtitel: Kubistische Darstellung.
Rahmung: Ohne.

In Freiburg im Breisgau geboren und aufgewachsen, nahm Höll am Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 als Offizier teil. Nach einer 1920 begonnenen und abgebrochenen Buchändlerlehre studierte er von 1921 bis 1928 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Einflussreiche Lehrer waren Hans Adolf Bühler, Albert Haueisen und Hermann Goebel. Einen starken Einfluss auf seine Entwicklung hatte der mit ihm befreundete Wladimir von Zabotin, der später von den Nationalsozialisten als entarteter Künstler eingestuft wurde. Schon in seiner Freiburger Zeit hatte er Julius Bissier kennen gelernt, der sich ebenso wie Höll mit Zen-Buddhismus beschäftigte. Mit dieser Lehre hatten auch andere zeitgenössische Kunstschaffende einen Weg zur künstlerischen Identifikation gefunden.
Nachdem Höll sich zunächst mit Landschafts- und Porträtmalerei im Stil der Neuen Sachlichkeit beschäftigte, sind ab 1932 die ersten gegenstandsfreien Pastelle und Zeichnungen in seinem Werk nachweisbar. 1931 bis 1934 war er als freier Mitarbeiter Zeichner beim Herder-Verlag. 1934–38 fand er als Zeichner beim Mineralogischen Institut der Universität Freiburg Beschäftigung.
1936 nimmt er an einem Lehrgang der obersten SA-Führung für Künstler teil. Am 16. September 1937 war Höll (von der NS-Kreisleitung namhaft gemacht) Mitglied der Kommission, die im Auftrag der Reichskulturkammer im Augustinermuseum in Freiburg Kunstwerke auf Entartung prüfte und die für entartet erklärten Kunstwerke beschlagnahmte, unter vielen anderen Werke seines Freundes Zabotin. Da er zeitweise als Hilfsrestaurator für Gemälde im Museum beschäftigt worden war, kannte er sich in den Gemäldesammlungen gut aus. Er profilierte sich auch durch polemische Kunstkritiken im Alemannen, dem Kampfblatt der Nationalsozialisten Oberbadens.
Von 1939 bis 1945 war er als Offizier in einer Munitionskolonne bzw. einer Propagandaeinheit bei der Wehrmacht. 1939 lernte er bereits Ernst Jünger kennen, mit dem er 1941 in Paris stationiert war und danach eine lebenslange und künstlerisch befruchtende Freundschaft verband.
Nachdem er in Freiburg ausgebombt war, lebte er ab 1945 zunächst in Ravensburg und war seit 1952 in Reutlingen ansässig. Er mied offensichtlich seine Heimatstadt Freiburg, wo er als bekennender nationalsozialistischer Künstler bekannt war. In dieser Zeit wandte sich Höll, der inzwischen zurückgezogen und äußerst bescheiden als Maler und Holzschneider, zeitweise auch als Verlagszeichner und Restaurator sich durchs Leben schlug, von der gegenständlichen Kunst ab und der reinen Abstraktion zu. Bei jährlichen Aufenthalten in Paris erhielt sein Schaffen wesentliche Impulse. Vor allem Gemälde von Pierre Soulages, Hans Hartung, Alfred Manessier und Jean René Bazaine waren für seine weitere Entwicklung maßgebend. Auch setzte er sich intensiv mit dem Werk des im Nachbarort Eningen wirkenden HAP Grieshaber auseinander, bei dem er als lästiger Besuch sprichwörtlich wurde.
Nach einer vom Informel geprägten Phase schuf Höll ab Mitte der 1960-er Jahre vermehrt Holzschnitte und Collagen. Für diese erhielt er in provinziellen Kunstkreisen, nachdem er sich den aktuellen politischen Gegebenheiten angepasst hatte, durchaus Anerkennung. Zahlreiche Ausstellungen in Deutschland, aber auch im Ausland, so unter anderem 1959 in Kopenhagen oder 1960 in Paris würdigten sein Werk und zeigen die künstlerischen Stärken von Werner Höll auf. Zu seinem Œuvre gehören auch Werke in Öl, Temperabilder, Tuschezeichnungen sowie Aquarelle.
Für die Rolle des Kunstkritikers in der Zeit des Nationalsozialismus hat Höll große Bedeutung, da er überregional für die NS-Presse tätig war. Trotz seiner stark ausgeprägten NS-Vergangenheit, die den Juroren und den Mitpreisträgern vermutlich nicht bekannt war, erhielt Höll 1977 gemeinsam mit Jakob Bräckle und Andre Ficus den Anerkennungspreis des Oberschwäbischen Kunstpreises für sein Gesamtwerk. Der Oberschwäbische Kunstpreis, der 1951 von den damaligen Landkreisen Biberach, Ravensburg, Saulgau und Wangen gestiftet worden war.

Objekt-Nr. 2236
Preis: 250 Euro
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Höll Werner

Werner Höll
11.09.1898 in Freiburg - 14.04.1984 in Reutlingen.
Studium: Staatliche Akademie Karlsruhe.
Technik: Mischtechnik / Papier.
Abmessung ohne Rahmen: 42cm * 58cm.
Abmessung mit Rahmen: 50cm * 73cm.
Signiert.
Bildtitel: Abstrakte Komposition.
Rahmung: Rahmenleiste mit Glas.

In Freiburg im Breisgau geboren und aufgewachsen, nahm Höll am Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 als Offizier teil. Nach einer 1920 begonnenen und abgebrochenen Buchändlerlehre studierte er von 1921 bis 1928 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Einflussreiche Lehrer waren Hans Adolf Bühler, Albert Haueisen und Hermann Goebel. Einen starken Einfluss auf seine Entwicklung hatte der mit ihm befreundete Wladimir von Zabotin, der später von den Nationalsozialisten als entarteter Künstler eingestuft wurde. Schon in seiner Freiburger Zeit hatte er Julius Bissier kennen gelernt, der sich ebenso wie Höll mit Zen-Buddhismus beschäftigte. Mit dieser Lehre hatten auch andere zeitgenössische Kunstschaffende einen Weg zur künstlerischen Identifikation gefunden.
Nachdem Höll sich zunächst mit Landschafts- und Porträtmalerei im Stil der Neuen Sachlichkeit beschäftigte, sind ab 1932 die ersten gegenstandsfreien Pastelle und Zeichnungen in seinem Werk nachweisbar. 1931 bis 1934 war er als freier Mitarbeiter Zeichner beim Herder-Verlag. 1934–38 fand er als Zeichner beim Mineralogischen Institut der Universität Freiburg Beschäftigung.
1936 nimmt er an einem Lehrgang der obersten SA-Führung für Künstler teil. Am 16. September 1937 war Höll (von der NS-Kreisleitung namhaft gemacht) Mitglied der Kommission, die im Auftrag der Reichskulturkammer im Augustinermuseum in Freiburg Kunstwerke auf Entartung prüfte und die für entartet erklärten Kunstwerke beschlagnahmte, unter vielen anderen Werke seines Freundes Zabotin. Da er zeitweise als Hilfsrestaurator für Gemälde im Museum beschäftigt worden war, kannte er sich in den Gemäldesammlungen gut aus. Er profilierte sich auch durch polemische Kunstkritiken im Alemannen, dem Kampfblatt der Nationalsozialisten Oberbadens.
Von 1939 bis 1945 war er als Offizier in einer Munitionskolonne bzw. einer Propagandaeinheit bei der Wehrmacht. 1939 lernte er bereits Ernst Jünger kennen, mit dem er 1941 in Paris stationiert war und danach eine lebenslange und künstlerisch befruchtende Freundschaft verband.
Nachdem er in Freiburg ausgebombt war, lebte er ab 1945 zunächst in Ravensburg und war seit 1952 in Reutlingen ansässig. Er mied offensichtlich seine Heimatstadt Freiburg, wo er als bekennender nationalsozialistischer Künstler bekannt war. In dieser Zeit wandte sich Höll, der inzwischen zurückgezogen und äußerst bescheiden als Maler und Holzschneider, zeitweise auch als Verlagszeichner und Restaurator sich durchs Leben schlug, von der gegenständlichen Kunst ab und der reinen Abstraktion zu. Bei jährlichen Aufenthalten in Paris erhielt sein Schaffen wesentliche Impulse. Vor allem Gemälde von Pierre Soulages, Hans Hartung, Alfred Manessier und Jean René Bazaine waren für seine weitere Entwicklung maßgebend. Auch setzte er sich intensiv mit dem Werk des im Nachbarort Eningen wirkenden HAP Grieshaber auseinander, bei dem er als lästiger Besuch sprichwörtlich wurde.
Nach einer vom Informel geprägten Phase schuf Höll ab Mitte der 1960-er Jahre vermehrt Holzschnitte und Collagen. Für diese erhielt er in provinziellen Kunstkreisen, nachdem er sich den aktuellen politischen Gegebenheiten angepasst hatte, durchaus Anerkennung. Zahlreiche Ausstellungen in Deutschland, aber auch im Ausland, so unter anderem 1959 in Kopenhagen oder 1960 in Paris würdigten sein Werk und zeigen die künstlerischen Stärken von Werner Höll auf. Zu seinem Œuvre gehören auch Werke in Öl, Temperabilder, Tuschezeichnungen sowie Aquarelle.
Für die Rolle des Kunstkritikers in der Zeit des Nationalsozialismus hat Höll große Bedeutung, da er überregional für die NS-Presse tätig war. Trotz seiner stark ausgeprägten NS-Vergangenheit, die den Juroren und den Mitpreisträgern vermutlich nicht bekannt war, erhielt Höll 1977 gemeinsam mit Jakob Bräckle und Andre Ficus den Anerkennungspreis des Oberschwäbischen Kunstpreises für sein Gesamtwerk. Der Oberschwäbische Kunstpreis, der 1951 von den damaligen Landkreisen Biberach, Ravensburg, Saulgau und Wangen gestiftet worden war.

Objekt-Nr. 2235
Preis: 450 Euro
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Zimmermann Mac

Mac Zimmermann
22. August 1912 in Stettin - 11. Juni 1995 in Wasserburg am Inn.
Studium: Studium an der Stettiner Werkschule.
Technik: Gouache / Papier.
Abmessung ohne Rahmen: 18cm * 14cm.
Abmessung mit Rahmen: 25cm * 21cm.
Rückseitig Nachlassstempel.
Bildtitel: Tänzerin.
Rahmung: Rahmenleiste.

Zimmermann wuchs in seiner Heimatstadt Stettin auf, wo er bis 1928 die Realschule besuchte. Anschließend machte er eine Lehre bei einer Stettiner Versicherungsgesellschaft. Er lernte nebenbei zeichnen und begann 1930 ein Studium an der Stettiner Werkschule für gestaltende Arbeit bei Gregor Rosenbauer, das er aber nach zwei Semestern abbrach.
1934 zog er nach Hamburg. Dort arbeitete er als Bühnenbildner, Illustrator, Pressezeichner und Lehrer an einer Zeichenschule. 1939 ging Zimmermann nach Berlin. Dort hatte er 1940 auch seine erste Ausstellung, doch wurde er 1943 aus der Reichskulturkammer ausgeschlossen.
Von 1940 bis 1948 war er verheiratet mit der 1914 geborenen Kunsthandwerkerin Minka Zimmermann.
Seine erste große Ausstellung nach dem Zweiten Weltkrieg fand 1946 in der Galerie Gerd Rosen in Berlin statt. Für ein Jahr übernahm er eine Lehrtätigkeit an der Kunstschule in Weimar. 1950 gehörte Zimmermann zusammen mit Karl Hofer, Karl Schmidt-Rottluff, Ewald Mataré, Karl Hartung und Willi Baumeister zu den Gründungsmitgliedern des 1936 aufgelösten Deutschen Künstlerbundes; er war mit zwei kleinformatigen Ölbildern an der ersten Ausstellung in Berlin beteiligt. Als ordentliches Mitglied nahm er zwischen 1951 und 1979 an insgesamt 30 DKB-Jahresausstellungen teil.
1958 übernahm er eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Durch seine Lehrtätigkeit ist das spätere Bekanntwerden seiner Schüler als Vertreter des Phantastischen Realismus und des Kritischen Realismus begründet. Schüler waren in dieser Zeit unter anderem Peter Sorge, Reiner Schwarz und Rainer Mordmüller.
1964 ging er als Professor an die Akademie der Bildenden Künste München. Dort waren seine Schüler unter anderem Otfried Culmann, Rüdiger Frank (ab 1984: Tilopâ Monk), Christian Mischke, Franziska Fuchs und Rolf Thiele. Von 1979 bis 1986 war er Präsident der Neuen Gruppe in München.

Objekt-Nr. 2227
Preis: 350 Euro
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Sohl Will

Will Sohl
17.06.1906 in Ludwigshafen - 11.09.1969 in Heidelberg.
Studium: Kunstakademie Düsseldorf.
Technik: Kohle / Papier.
Nachlassstempel.
Abmessung ohne Rahmen: 50cm * 70cm.
Abmessung mit Rahmen: 62cm * 82cm.
Bildtitel: Akte.
Rahmung: Rahmenleiste mit Glas.

Text stammt aus dem Buch "Ein Weg nach der eigenen Nase, ein Gehen im eigenen Rhythmus – Will Sohl 1906 – 1969".
Erschienen 2018 im Kehrer Verlag Heidelberg.

In Ludwigshafen geboren, wächst Will Sohl – mit vollständigen Namen Wilhelm Albert Friedrich Leonhard Sohl – in Mannheim auf. 1924 verlässt er das Lessing-Realgymnasium und will Künstler werden.

Der Vater besteht aber auf ein Studium der Architektur mit einer davor abgeschlossenen Lehre als Mauer. Daher geht er an die Kunstakademie Düsseldorf und beginnt Architektur zu studieren, wechselt aber kurz darauf zum Studium der Malerei. Parallel studiert er auch noch Kunstgeschichte und Archäologie in Köln, Zürich und Berlin. Er wird 1928 Meisterschüler von Heinrich Nauen (1880–1940), dem bedeutendsten Vertreter des „Rheinischen Expressionismus“.

1936 zieht er mit seiner Familie nach Heidelberg-Ziegelhausen, wo er bis zu seinem Tod lebt. Dort wohnt bereits ein guter Freund und ebenfalls Künstler: Joachim Lutz (1906–1954). Das Domizil der Künstlergemeinschaft am Fuße des Stiftwegs ist, vor allem nach dem Krieg, mit der Künstlergemeinschaft „Freien Gruppe“, ein kreatives und intellektuelles Zentrum, zu der auch Künstler anderer Gattungen angehören. Sohl gehört 1946 auch zu den Gründungsmitgliedern der Pfälzischen Sezession – einer
Vereinigung bildender Künstler.

Objekt-Nr. 2199
Preis: 200 Euro
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Krinner Michaela

Michaela Krinner
29. September 1915 in Waldmünchen, Oberpfalz - 11. Oktober 2006 in Freilassing.
Studium: Sommerakademie Kokoschka.
Technik: Litho / Collage / Papier.
Abmessung ohne Rahmen: 62cm * 48cm.
Abmessung mit Rahmen: 65cm * 51cm.
Signiert.
Bildtitel: Carmen.
Rahmung: Rahmenleiste mit Glas.

Michaela Krinner wird am 29. September 1915 in Waldmünchen geboren. Ihre Familie stammt väterlicherseits ursprünglich aus Bad Tölz und lässt sich als eine der Tölzer Flößerfamilien bis ins Mittelalter zurückverfolgen. 1916 stirbt ihr Vater während eines Einsatzes als Militärarzt in Polen an Flecktyphus. Ihre Gymnasialzeit verbringt Krinner von 1927 bis zum Abitur im Regensburger Internat der Salesianerinnen. Danach absolviert sie von 1931 bis 1937 eine Ausbildung als Lehrerin bei den Ursulinen in Straubing. Von 1939 bis 1941 ist sie als Referendarin bzw. Lehrerin in Rötz, Regenstauf, Amberg und Schönsee tätig. Von 1942 bis 1945 unterrichtet sie als Zeichenlehrerin an der Lehrerbildungsanstalt in Polling bei Weilheim und nimmt gleichzeitig ein Studium an der Akademie für angewandte Kunst in München bei Anton Marxmüller (geb. 1898 München) auf. In München ausgebombt, kehrt sie kurz vor Kriegsende auf abenteuerlichem Weg in die Oberpfälzer Heimat zurück. Von 1945 bis 1951 lebt sie in Neunburg vorm Wald in der Nähe von Regensburg und arbeitet als Lehrerin für Kunst und Theaterspiel. Sie setzt ihr Malstudium bei Walter Dolch in Amberg fort.
Nach einem kürzeren Aufenthalt in Helmbrechts siedelt sie 1953 nach Ohlstadt bei Murnau über, wo sie eine Anstellung als Lehrerin erhalten hat. Die Begegnung mit Peter Beckmann, dem Sohn des Malers Max Beckmann, Kurdirektor und leitender Arzt in der Ohlstadter Rehabilitationsklinik, ist für ihre künstlerische Entwicklung wegweisend: auf seine Empfehlung besucht sie als Malschülerin von 1953 bis 1956 regelmäßig die Akademie-Kurse „Schule des Sehens“, die Oskar Kokoschka in Salzburg abhält. Von 1957 bis 1964 lebt sie in Tutzing am Starnberger See im Midgard-Haus, einem Künstlerhaus der Jahrhundertwende. Einige der in dieser Zeit geschaffenen Bilder entstehen in Zusammenarbeit mit ihrem Mitbewohner, dem Tänzer, Choreographen und Emil Orlik-Schüler Helge Peters-Pawlinin (1903–1981). Zwischen 1964 und 1968 lebt sie in Fontainebleau bei Paris, wo sie am „Collège d’Etat International“ unterrichtet. Nach Deutschland zurückgekehrt, geht sie zunächst wieder nach Tutzing und zieht 1974 nach Laufen an der Salzach. 1978 beendet sie ihre Lehrtätigkeit und widmet sich nur noch der Malerei. In den achtziger Jahren unternimmt Krinner zahlreiche Reisen durch Südeuropa, Ägypten und in europäische Städte. Die gewonnenen Eindrücke schlagen sich in Reiseskizzen und in neuen Motiven ihrer Gemälde nieder.
Zwischen 1982 und 1989 bildet sich Krinner in den graphischen Techniken durch Kurse bei Friedrich Meckseper (* 1936) in Salzburg und Willi Wimmer in Wolkersdorf weiter. In dieser Zeit treten die graphischen Arbeiten gleichberechtigt neben das Gemäldeschaffen. Noch bis kurz vor ihrem Tod ist Krinner künstlerisch tätig. Sie stirbt am 11. Oktober 2006 in Freilassing.

Objekt-Nr. 2140
Preis: 1275 Euro
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